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Ein Partisan (italienisch partigiano âParteigängerâ) ist ein bewaffneter Kämpfer, der nicht zu den regulären Streitkräften eines Staates gehĂśrt. Die Bezeichnung Guerilla bezieht sich auf Widerstandskämpfer seit den Napoleonischen FeldzĂźgen auf der Iberischen Halbinsel und in anderen Weltteilen im spanischen Sprachraum.
Contents
⢠Definition
⢠Beispiele
⢠Siehe auch
⢠Liedgut
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Definition
Partisanen fßhren Kampfhandlungen in einem Gebiet durch, in dem eine andere reguläre Gewalt (Armee oder Polizei des eigenen oder eines fremden Staates oder zivile Verwaltung) offiziell den Herrschaftsanspruch erhebt. Partisanen kämpfen meist nur innerhalb ihres eigenen Staatsgebietes, aber nicht immer regional, wie sich im Spanischen Unabhängigkeitskrieg von 1808 bis 1812 mit der Entstehung der Guerilla, im Russlandfeldzug 1812, im Spanischen Bßrgerkrieg, im Deutsch-Sowjetischen Krieg, bei den Titopartisanen oder bei Mao Zedong zeigte. Partisanen gibt es sowohl in Bßrgerkriegen und innerstaatlichen Konflikten als auch als Teil einer Widerstandsbewegung gegen Eroberer, Besatzer oder Kolonialisten. Bereits 1785 verÜffentlichte Johann von Ewald in Kassel seine Abhandlung ßber den kleinen Krieg, welche auf seinen Erfahrungen mit den Aufständischen in den nordamerikanischen Kolonien beruhte.
Partisanen sind im Allgemeinen nur mit leichten Waffen ausgerßstet. Zu ihren Kampfmethoden zählen Sabotage, Spionage, Angriffe auf kleinere militärische Verbände des Feindes und Bekämpfung von Kollaborateuren. Sie operieren meistens aus der Deckung einer ZivilbevÜlkerung heraus, binden reguläre Truppen und sind nur schwer greifbar, insbesondere aufgrund ihrer oft genauen Ortskenntnis und der MÜglichkeit, in der BevÜlkerung unterzutauchen.
Aus militärischer Sicht werden die Begriffe Partisan und Guerillero oft synonym verwendet. Die Widerstandskämpfer in den von den Achsenmächten im Zweiten Weltkrieg besetzten europäischen Ländern werden gewÜhnlich als Partisanen bezeichnet, die Befreiungskämpfer antikolonialer Bewegungen in der Regel als Guerilleros.cite-ref-1[1]
Rechtlicher Status
Einen eigenen rechtlichen Status fĂźr den Partisanen kennt das VĂślkerrecht nicht.cite-ref-2[2] Nach der Haager Landkriegsordnung galten vier Mindestkriterien, um den Status als Kombattant zu begrĂźnden und damit einerseits zu Kriegshandlungen berechtigt zu sein und andererseits im Fall der Gefangennahme den Status als Kriegsgefangener zu genieĂen:cite-ref-3[3]
1. Uniformierung,
2. offenes Tragen der Waffen,
3. KriegfĂźhrung nach Brauch,
4. feste Strukturen.
In den beiden Zusatzprotokollen vom 8. Juni 1977 zu den Genfer Konventionen von 1949 wurden diese Anforderungen verändert, so dass allein das offene Tragen der Waffen beim militärischen Aufmarsch und Angriff ausreicht, um als Kombattant zu gelten.cite-ref-4[4]
Personen, die die genannten Kriterien nicht erfĂźllen, sich aber dennoch an Kampfhandlungen beteiligen, genieĂen trotzdem den im Protokoll I, Art. 75 festgelegten Schutz, etwa vor vorsätzlicher TĂśtung, Folter o. Ă. Sie tragen jedoch die Verantwortung fĂźr Straftaten, die sie begangen haben, nach den zum Tatzeitpunkt geltenden Gesetzen. Dabei ist es notwendig, die Person auf frischer Tat zu ertappen: Ein Partisan, der zwar gegen die oben genannten Kriterien verstoĂen hat, aber erst nach erfolgreich verĂźbter Tat in die Hände des Feindes fällt, verliert dadurch seinen Status nicht (riskante KriegfĂźhrung).
Historische Entwicklung
Die Haager Landkriegsordnung (LKO) von 1907 hat in Anlehnung an die Francs-tireurs (franzÜsische Freischärler des Deutsch-FranzÜsischen Krieges von 1870/71) einen Kompromiss gesucht: Als Bedingung dafßr, dass der improvisierte Krieger mit improvisierter Uniform als Kombattant im vÜlkerrechtlichen Sinne anerkannt wird, verlangt die LKO verantwortliche Vorgesetzte, ein weithin sichtbares Abzeichen und offenes Tragen von Waffen.
Die LKO von 1907 wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch die vier Genfer Konventionen (12. August) von 1949 weitergefĂźhrt. Auch einige Facetten des Partisanen wurden nun den regulären Kämpfern gleichgestellt und haben deren Rechte. Handelt eine der beiden Parteien gegen dieses im Kriegsrecht definierte Angriffsverbot, tritt nach Ăźblicher Sicht das Recht auf Selbstverteidigung an seine Stelle. Werden Soldaten also von Nichtkombattanten angegriffen, dĂźrfen sie mit den ihnen zur VerfĂźgung stehenden Waffen zurĂźckschlagen â gegebenenfalls zum Schaden unbeteiligter Zivilisten (Kollateralschaden).
Widerstandspflicht
In einigen Staaten, etwa den Niederlanden oder Belgien, besteht die Ansicht, dass im Falle eines Angriffskriegs, da dieser dem VĂślkerrecht widerspricht, eine Widerstandspflicht gegen die illegale Besetzung bestehe. Entsprechend wären AngehĂśrige der Widerstandsbewegung als Kombattanten zu behandeln, wenn sie die entsprechenden Kriterien erfĂźllen. Die ErschieĂung von AngehĂśrigen der belgischen ArmĂŠe secrète oder der niederländischen Binnenlandse Strijdkrachten wurde daher als Mord gewertet, ebenso die von AngehĂśrigen der Forces françaises de lâintĂŠrieur, die bei der Befreiung Frankreichs auf der Seite der Alliierten kämpften (Bauer-Fall; Rauter-Fall).
In der Verteidigungsdoktrin der Roten Armee war der Partisanenkampf bis Mitte der 1930er Jahre fest eingeplant. In der jugoslawischen Armee wurde der Partisanenkampf nach 1945 zur Hauptstrategie erhoben, und die franzĂśsische RĂŠsistance sah auch den Kampf gegen Kollaborateure als ihre Aufgabe an. Auch in Italien (Resistenza) und in Griechenland (Andartis, ELAS, DSE) spielten im Widerstand gegen die deutsche Besatzung und im Griechischen BĂźrgerkrieg Partisanen eine entscheidende Rolle.
Partisanenbekämpfung im Zweiten Weltkrieg
Einheiten von SS-Einsatzgruppen, Wehrmacht und Ordnungspolizei verĂźbten zahlreiche Massaker an der ZivilbevĂślkerung bei der Bekämpfung tatsächlicher oder vermeintlicher Partisanen (euphemistisch Bandenbekämpfung genannt). Der Partisanenkrieg in der Sowjetunion kostete etwa eine halbe Million Menschenleben und zählt zu den grĂśĂten Verbrechen der Wehrmacht.cite-ref-5[5]
âBandenbekämpfungâ im Osten
â
Hauptartikel
:
Weisung Nr. 46
Die Grundlage fĂźr das Vorgehen gegen die sowjetischen Partisanen schuf dafĂźr der Kriegsgerichtsbarkeitserlass Barbarossa, der am 14. Mai 1941 vom OKW erlassen und von Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel unterzeichnet wurde. Dieser sah vor, Freischärler âdurch die Truppe im Kampf oder auf der Flucht schonungslos zu erledigenâ, auch âalle anderen Angriffe feindlicher Zivilpersonen [âŚ] auf der Stelle mit den äuĂersten Mitteln bis zur Vernichtung des Angreifers niederzumachenâ. Bis zum Kriegsgerichtsbarkeitserlass waren in den deutschen Vorschriften und Gesetzen gegen Freischärler kriegsgerichtliche Verfahren vorgesehen.cite-ref-6[6] Dieser Erlass ermĂśglichte es nun, unter dem Vorwand der Partisanenbekämpfung (damaliger Begriff Bandenkampf) einen vĂślkerrechtswidrigen Vernichtungskrieg zu fĂźhren. Er setzte an die Stelle der herkĂśmmlichen Militärjustiz Ăźber die ZivilbevĂślkerung die âsofortige Selbsthilfeâ in Form der Selbstjustiz der Truppe. Zugleich wurde den deutschen Soldaten in diesem Erlass Straffreiheit fĂźr Kriegsverbrechen im Laufe des Angriffs auf die Sowjetunion zugesagt. Die Partisanen selbst setzten sich allerdings durch ihre Verbundenheit zu der Sowjetunion fĂźr eine ähnliche Vorgehensweise ein, welche im historischen Kontext nicht auĂer Acht zu lassen ist (siehe Stalinsche Säuberungen).
Dass die Partisanenbekämpfung schon 1941 auch als ein willkommener Vorwand fĂźr die Ausrottungspolitik gesehen wurde, belegt folgende Aussage Hitlers aus einer geheimen Besprechung mit fĂźhrenden NS-GrĂśĂen:
âDie Russen haben jetzt einen Befehl zum Partisanenkrieg hinter unserer Front gegeben. Dieser Partisanenkrieg hat auch wieder seinen Vorteil: er gibt uns die MĂśglichkeit, auszurotten, was sich gegen uns stellt.âcite-ref-7[7]
In der Folge wurden insbesondere Juden als âPartisanenâ ermordet. Am 8. Juli 1941 äuĂerte Heinrich Himmler bei einer Besprechung mit SS- und Polizeioffizieren in BiaĹystok, dass âgrundsätzlich jeder Jude als Partisan anzusehenâ sei.cite-ref-8[8]
Ab 1942 wurde der Widerstand der sowjetischen Partisanenarmee hinter den deutschen Linien zunehmend zu einer ernsthaften Bedrohung fĂźr die Wehrmacht, da er vor dem Krieg in den Planungen nicht berĂźcksichtigt worden war und lange unterschätzt wurde. Der Kampf zwischen Wehrmacht und Partisanen wurde ab 1942 von beiden Seiten mit unerbittlicher Härte und verbrecherischen Handlungen gegen den Gegner sowie die ZivilbevĂślkerung gefĂźhrt.cite-ref-9[9] Die Wehrmacht Ăźberschritt den ohnehin schon relativ weiten Spielraum der legalen Partisanenbekämpfung häufig in exzessiver und somit verbrecherischer Weise. Nicht nur tatsächliche Partisanen, auch vorgebliche âPartisanenhelferâ und âPartisanenverdächtigeâ wurden wahllos getĂśtet, oft ohne jegliche Untersuchung oder Beweise.cite-ref-10[10]
Die Partisanenbekämpfung betraf zunehmend mit der Partisanentätigkeit in keinem Zusammenhang stehende Personen, Ortschaften, und BevĂślkerungsgruppen. Die jĂźdische BevĂślkerung wurde pauschal mit âdem Partisanâ gleichgesetzt bzw. als dessen Helfer eingestuft und ermordet. Ferner ist anzumerken, dass trotz Stalins Aufruf zum Partisanenkampf vom 3. Juli 1941 selbiger lange nicht in Schwung kam und es sich bei im rĂźckwärtigen Heeresgebiet aufhaltenden Rotarmisten meist um unorganisierte Soldaten handelte, welche sich oft nur aus Angst vor den Deutschen versteckten. In Hinsicht auf die âBekämpfungâ dieser Personen spricht Hannes Heer fĂźr den Zeitraum 1941 bis 1942 sogar von einem âPartisanenkampf ohne Partisanenâ.cite-ref-11[11] Insgesamt wird die Zahl der Menschen, die bei der deutschen Partisanenbekämpfung ermordet wurden, auf 345.000 geschätzt. Wenig mehr als 10 Prozent davon sollen tatsächlich Partisanen gewesen sein. 142.000 Menschen, darunter 14.000 Juden, wurden allein bei 55 GroĂaktionen getĂśtet.cite-ref-12[12] Diese 55 GroĂaktionen lagen allesamt auf dem Gebiet des deutsch besetzten WeiĂrussland, bei denen es vordergrĂźndig darum ging, der Partisanentätigkeit durch VerwĂźstung des Hinterlandes die Grundlage zu entziehen. Dabei war die Vernichtung der ZivilbevĂślkerung von vornherein eingeplant. Die beiden schlimmsten dieser Vernichtungsaktionen waren das im Februar 1943 durchgefĂźhrte Unternehmen Hornung und das drei Monate später erfolgte Unternehmen Cottbus. Alleine schon die erstgenannte Aktion brachte Ăźber 12.000 Menschen, darunter 3300 Juden, den Tod, während die Zahl der Todesopfer der deutschen Truppen bei dieser sog. Partisanenbekämpfung marginal blieb.cite-ref-13[13] So wurde in den Meldungen aus den besetzten Ostgebieten Nr. 46 vom 19. Juni 1943 fĂźr das Unternehmen Hornung zwei deutsche Tote und 27 âfremdvĂślkischeâ Tote, AngehĂśrige der sog. Schutzmannschaften, die auf deutscher Seite eingesetzt wurden, gezählt.cite-ref-14[14]
Das Oberkommando der Wehrmacht gab am 6. Mai 1944 das Merkblatt 69/2 Bandenbekämpfung heraus, das u. a. von den Operationsabteilungen der Generalstäbe des Heeres und der Luftwaffe, den Abteilungen Fremde Heere Ost und Fremde Heere West, der Abwehr und mutmaĂlich auch der Waffen-SS entwickelt worden war. Dieses Handbuch kam aufgrund der veränderten Kriegslage zwar kaum noch zur Anwendung, spielte aber eine bedeutende Rolle im Diskurs Ăźber Strategie und Taktik im Guerillakrieg in der FrĂźhzeit des Kalten Krieges. Es wurde 1956 im Auszug von den britischen Offizieren C. Aubrey Dixon und Otto Heilbrunn in ihrem Werk Partisanen. Strategie und Taktik des Guerillakriegescite-ref-15[15] als Anhang verĂśffentlicht. 2016 edierte der ehemalige Chefhistoriker des United States Marine Corps, Charles D. Melson, das Merkblatt vollständig in englischer Ăbersetzung unter dem Titel Fighting the guerilla bands.
Partisanenkrieg in Jugoslawien
â
Hauptartikel
:
Jugoslawischer Kriegsschauplatz
Italienische Partisanenbekämpfung auf dem Balkan
â
Hauptartikel
:
Circular C3
Gegen die jugoslawischen Untergrundbewegungen wandte Italien gemäà dem Circular C3 vom März 1942 die Strategie der verbrannten Erde, der ethnischen Säuberungen, der Masseninternierung in italienische Konzentrationslager, der Geiselnahme und GeiselerschieĂung angewendet. In Albanien, Mazedonien und Griechenland wurde von den italienischen Streitkräften nach diesem Paradigma ähnlich verfahren.cite-ref-16[16]
Beurteilung durch die deutsche Nachkriegsjustiz
Die Ausarbeitung zu Geisel- und PartisanentÜtungen im Zweiten Weltkrieg der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen aus dem Jahr 1968 machte eine Strafverfolgung fast unmÜglich.cite-ref-22[22]
Nach geläuterter Auffassung des Bundesgerichtshofs ist die ErschieĂung einer Vielzahl wehrloser, an dem mit einer âVergeltungsaktionâ zu ahndenden Geschehen individuell nicht unmittelbar beteiligter Personen ohne wie auch immer geartete Aburteilung als derart menschenverachtend einzustufen, dass sie nur als rechtswidrig zu werten ist.cite-ref-23[23] Die Berufung auf einen entschuldigenden Befehlsnotstand nach § 47 Militärstrafgesetzbuch (MStGB) komme bei einem offensichtlich verbrecherischen Befehl nicht in Betracht, wenn der Angeklagte diese Sachlage auch positiv erkannte (Handeln auf Befehl). Eine Verurteilung wegen Mordes setzt jedoch auch die Feststellung der subjektiven Voraussetzungen eines Mordmerkmals wie Grausamkeit oder niedrige BeweggrĂźnde voraus.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]
Beispiele
Organisierte Partisanengruppen
⢠die Polnische Heimatarmee
⢠die Jßdische Kampforganisation (polnisch ŝydowska Organizacja Bojowa, ŝOB) im Warschauer Ghetto
⢠die Fareinikte Partisaner Organisatzije, eine jßdische Widerstandsgruppe gegen die deutsche Besatzungsmacht im heutigen Litauen
⢠die RÊsistance Frankreich
⢠die Resistenza Italien
⢠die Ăsterreichische Freiheitsfront im besetzten Belgien
⢠Jugoslawische Partisanen (Tito-Partisanen)
⢠Griechenland
⢠Nationale Befreiungsfront EAM und Griechische Volksbefreiungsarmee ELAS
⢠Andarten auf Kreta
⢠EKKA in Mittelgriechenland
⢠rechtsnationale und royalistische Widerstandsgruppen
⢠âVerstoĂene Soldatenâ in Ostpolen und âCurzon-Polenâ während des Zweiten Weltkriegs und kurz nach dem Krieg
⢠Ukrajinska Powstanska Armija in der Ukraine 1941â1953
⢠Peschmerga, Kurden im Irak (ehemals)
⢠PKK, Kurden in der Tßrkei
⢠Volksverteidigungseinheiten YPG
Bekannte Einzelpersonen
⢠Stjepan FilipoviÄ (1916â1942), in Jugoslawien
⢠Tadeusz Komorowski (1895â1966), in Polen
⢠Mordechaj Anielewicz (1919â1943), in Polen
⢠Peter Gingold (1916â2006), in Frankreich und Italien
⢠Georges Canguilhem (1904â1995), in Frankreich
⢠Edgar Morin (* 1921), in Frankreich
⢠Jean Zay (1904â1944), in Frankreich
⢠Josip Broz, genannt Tito, (1892â1980), in Jugoslawien
⢠Milovan Äilas (1911â1995), in Jugoslawien
⢠Sandro Pertini (1896â1990), in Italien
⢠Falk Harnack (1913â1991), in Griechenland
⢠Soja Anatoljewna Kosmodemjanskaja (1923â1941), in der Sowjetunion
⢠Wolfgang Abendroth (1906â1985), in Griechenland
⢠Ahmad Schah Massoud (1953â2001), in Afghanistan
⢠Andreas Hofer (1767â1810), in Ăsterreich
⢠İbrahim Kaypakkaya (1949â1973), in der TĂźrkei (TIKKO)
⢠Augusto CĂŠsar Sandino (1895â1934), in Nicaragua
⢠Max Bair (1917â2000), in Ăsterreich, Spanien und Jugoslawien
Siehe auch
⢠Verdeckter Kampf
⢠Jagdkampf und Jagdkommando
⢠Guerilla
⢠Frank Kitson
⢠Theorie des Partisanen (Carl Schmitt, 1963)
⢠Der totale Widerstand (Hans von Dach, Schweiz 1957)
Kunst und Literatur
Liedgut
â
Hauptartikel
:
Bella ciao
Als Lied der Partisanenbewegung ist insbesondere das Lied der italienischen Partisanen Bella Ciao bzw. O partigiano bekannt. Die Ăźberlieferten Texte fanden â ursprĂźnglich in italienischer und später in deutscher Sprache â nach 1945 internationale Verbreitung. Sie wurden in politisch engagierten Kreisen, aber auch Ăźber LiederbĂźcher wie Der Zupfgeigenhansl verbreitet und aufgenommen.
Historische Quellen
⢠Heinz Boberach (Hrsg.): Regimekritik, Widerstand und Verfolgung in Deutschland und den besetzten Gebieten. Meldungen und Berichte aus dem Geheimen Staatspolizeiamt, dem SD-Hauptamt der SS und dem Reichssicherheitshauptamt 1933â1945. ErschlieĂungsband zur Mikrofiche-Edition. K.G. Saur, MĂźnchen 2003, ISBN 3-598-34418-X (Dokumentation).
⢠Andreas Emmerich: Der Partheygänger im Kriege oder der Nutzen eines Corps leichter Truppen fßr eine Armee, 1789, unter Herzog Ferdinand von Braunschweig im Siebenjährigen Krieg und im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf englischer Seite. Englischer Originaltext: The Partisan in War (PDF; 388 kB); Rezension.
⢠Merkblatt 18/2 des Oberkommandos des Heeres â Vorläufige Richtlinien fĂźr SicherungsmaĂnahmen der Truppentransporte und UrlauberzĂźge in bandengefährdeten Gebieten â 15. April 1943. ISBN 978-3-7504-3242-0.
Historische Forschung
⢠John Arquilla: Insurgents, raiders, and bandits. How masters of irregular warfare have shaped our world. Chicago (Ivan R. Dee) 2011, ISBN 978-1-56663-832-6.
⢠Johannes Spohr: Die Ukraine 1943/44. Loyalitäten und Gewalt im Kontext der Kriegswende. Berlin 2021, ISBN 978-3-86331-600-6, S. 213â236, 270â328.
⢠Sebastian Buciak (Hrsg.): Asymmetrische Konflikte im Spiegel der Zeit. Verlag Dr. KÜster, Berlin 2008, ISBN 3-89574-669-X.
⢠Christian Fleck: Koralmpartisanen â Ăber abweichende Karrieren politisch motivierter Widerstandskämpfer. Ludwig-Boltzmann-Institut fĂźr Historische Sozialwissenschaft, Materialien zur Historischen Sozialwissenschaft. Bd. 4. Verlag BĂśhlau, Wien/KĂśln 1986, ISBN 3-205-07078-X.
⢠C. Aubrey Dixon, O.B.E./Otto Heilbrunn: Partisanen. Strategie und Taktik des Guerillakrieges. Verlag fßr Wehrwesen Bernard & Graefe, Frankfurt a. M. / Berlin 1956, Originalausgabe Communist Guerilla Warfare, New York 1954.
⢠Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in WeiĂrussland 1941 bis 1944. Hamburger Edition, Hamburg 1999, ISBN 3-930908-54-9.
⢠Emanuel Halicz: Partisan warfare in 19th century Poland. The development of a concept. Ăbersetzt aus dem Polnischen von Jane Fraser, Odense U. P., Odense 1975, ISBN 87-7492-135-5.
⢠Friedrich August von der Heydte: Der moderne Kleinkrieg als wehrpolitisches und militärisches Phänomen. Executive Intelligence Review, Nachrichtenagentur GmbH, Wiesbaden, Neuausgabe 1986, ISBN 3-925725-03-2 (Erstausgabe: Holzner-Verlag, Wßrzburg 1972).
⢠Heinz KĂźhnrich: Der Partisanenkrieg in Europa 1939â1945. 2. Auflage. Dietz Verlag, Berlin 1968.
⢠Peter Lieb: Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg? Kriegfßhrung und Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/44. Mßnchen 2007, ISBN 3-486-57992-4 (Google Books).
⢠Peter Lieb: Few Carrots and a Lot of Sticks: German Anti-Partisan Warfare in World War Two. In: Daniel Marston, Carter Malkasian (Hrsg.): Counterinsurgency in modern warfare. Osprey Publishing, New York 2008, ISBN 978-1-84603-281-3, S. 70â90.
⢠Charles D. Melson: Kleinkrieg. The German experience with Guerrilla warfare, from Clausewitz to Hitler. Philadelphia, PA (Casemate) 2016, ISBN 978-1-61200-356-6.
⢠Eike Middeldorf: Taktik im Russlandfeldzug. Erfahrungen und Folgerungen. 2. Auflage. Darmstadt 1957, Unterkapitel VI.: Bandenkampf, S. 231â241.
⢠Herfried Mßnkler (Hrsg.): Der Partisan. Theorie, Strategie, Gestalt. Westdeutscher Verlag, Opladen 1990, ISBN 3-531-12192-8.
⢠Babette Quinkert: Propaganda und Terror in WeiĂruĂland 1941â1944. âGeistigeâ KriegfĂźhrung gegen ZivilbevĂślkerung und Partisanen. SchĂśningh, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-76596-3 (= Krieg in der Geschichte, Bd. 45).
⢠Hellmuth Rentsch: Partisanenkampf. Erfahrungen und Lehren. 2. Auflage. Bernard & Graefe Verlag fßr Wehrwesen, Frankfurt am Main 1962, DNB 453994733.
⢠Timm C. Richter: âHerrenmenschâ und âBanditâ. Deutsche KriegsfĂźhrung und Besatzungspolitik als Kontext des sowjetischen Partisanenkrieges (1941â1944). MĂźnster 1998, ISBN 3-8258-3680-0, S. 65 (Google Books).
⢠Johannes Spohr: Die Ukraine 1943/44. Loyalitäten und Gewalt im Kontext der Kriegswende. Metropol, Berlin 2021, ISBN 978-3-86331-600-6, S. 213â232, 270â328.
⢠Sebastian Stopper: âDie Strasse ist deutsch.â Der sowjetische Partisanenkrieg und seine militärische Effizienz. Eine Fallstudie zur Logistik der Wehrmacht im Brjansker Gebiet April bis Juli 1943. In: Vierteljahrshefte fĂźr Zeitgeschichte, Bd. 59, 2011, ISSN 0042-5702, S. 385â411.
⢠Barbara N. Wiesinger: Partisaninnen. Widerstand in Jugoslawien 1941â1945. BĂśhlau, Wien / KĂśln / Weimar 2008, ISBN 3-205-77736-0 (= Lâ Homme-Schriften, Bd. 17, zugleich Dissertation an der Universität Salzburg 2005).
⢠Jßrg H. Schmid: Die vÜlkerrechtliche Stellung der Partisanen im Kriege. Zßrich 1956; Nachdruck: Kraus, Nendeln 1979, ISBN 3-262-00981-4.
⢠Beatrice Heuser: Rebellen, Partisanen, Guerilleros. Asymmetrische Kriege von der Antike bis heute. SchÜningh, Paderborn [u. a.] 2013, ISBN 978-3-506-77605-1.
Theoretische Ansätze
⢠Martin Rink: Partisan. In: Enzyklopädie der Neuzeit. Hrsg. von Friedrich Jaeger im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen), Bd. 9, Stuttgart / Weimar 2009, Sp. 888 f.
⢠Die Klassiker des Marxismus-Leninismus ßber den Partisanenkampf. Verlag fßr fremdsprachige Literatur, Moskau 1945, DNB 574331530.
⢠Gßnther Georg Klien: Partisanenkampf im Kriegsrecht. Hamburg 1953, DNB 480491895.
⢠Carl Schmitt: Theorie des Partisanen. Zwischenbemerkung zum Begriff des Politischen. Berlin 1963, DNB 454410115 (Neuauflage Berlin 1995, ISBN 3-428-08439-X).
⢠Mao Tse-tung: Theorie des Guerillakrieges oder Strategie der Dritten Welt. Mit einer Einleitung von Sebastian Haffner. Reinbek bei Hamburg 1966, DNB 457504056 (Neuauflage 1974, ISBN 3-499-10886-0).
Unterrichtsmaterialien
⢠Helge SchrĂśder: Der Krieg im Osten und seine Verbrechen. Besatzer, Partisanen und ZivilbevĂślkerung 1941â1943. Geschichtsunterricht praktisch. Wochenschau-Verlag, Schwalbach am Taunus 2013, ISBN 978-3-89974-881-9.
Weblinks
Commons
: Partisan
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Partisan
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Widerstand in Italien unter deutscher Besatzung
⢠European Resistance Archive (ERA) Videointerviews mit Partisanen
⢠Sebastian Stopper: Das Brjansker Gebiet unter der Besatzungsherrschaft der Wehrmacht 1941 bis 1943, Phil. Diss. Humboldt-Universität zu Berlin 2012.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Joachim Schickel: Guerrilleros, Partisanen. Theorie und Praxis. 2. Auflage. MĂźnchen 1970.
cite-note-22. â Partisan. In: Hans-JĂźrgen Schlochauer (Hrsg.): WĂśrterbuch des VĂślkerrechts. 2., vĂśllig neu bearb. Auflage. de Gruyter, Berlin 1961 (Bd. 2: Ibero-Amerikanismus bis Quirin-Fall), ISBN 978-3-11-001031-2.
cite-note-33. â Peter Hoeres: Rezension zu: Arnold, Klaus Jochen: Die Wehrmacht und die Besatzungspolitik in den besetzten Gebieten der Sowjetunion. KriegsfĂźhrung und Radikalisierung im âUnternehmen Barbarossaâ. Berlin 2004 H-Soz-Kult, 15. März 2005.
cite-note-44. â Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 Ăźber den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll I), Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 Ăźber den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte, Art. 43, 44.
cite-note-55. â Christian Hartmann: Verbrecherischer Krieg â verbrecherische Wehrmacht? Ăberlegungen zur Struktur des deutschen Ostheeres 1941â1944 Vierteljahrshefte fĂźr Zeitgeschichte 2004, S. 1â75, S. 24 ff.
cite-note-66. â Felix RĂśmer: Im alten Deutschland wäre solcher Befehl nicht mĂśglich gewesen. Rezeption, Adaption und Umsetzung des Kriegsgerichtsbarkeitserlasses im Ostheer 1941/1942, in: Vierteljahrshefte fĂźr Zeitgeschichte 56 (2008), S. 58 (PDF).
cite-note-77. â Aus dem Protokoll Bormanns einer Besprechung von Hitler mit fĂźhrenden NS-GrĂśĂen am 16. Juli 1941 im FĂźhrerhauptquartier; zitiert nach: âBeherrschen, Verwalten, Ausbeutenâ â Protokoll einer FĂźhrerbesprechung. In: Der II. Weltkrieg, Bd. 3, Tief im Feindesland. Pawlak-Verlag, 1989, S. 372.
cite-note-88. â Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl. Hitler und der Weg zur âEndlĂśsungâ. MĂźnchen 2001, ISBN 3-492-04295-3, S. 102.
cite-note-99. â GĂźnther Deschner: Schonungslos Erledigen: Der Partisanenkrieg im Osten. In: Der II. Weltkrieg, Bd. 4, Der totale Krieg. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft, 1989, S. 175â178.
cite-note-1010. â GĂźnther Deschner: Schonungslos erledigen â Der Partisanenkrieg im Osten. In: Der II. Weltkrieg, Bd. 4, Der totale Krieg. Pawlak-Verlag, 1989, S. 179 und 181.
cite-note-1111. â Hannes Heer: Die Logik des Vernichtungskrieges â Wehrmacht und Partisanenkampf. In: Hannes Heer und Klaus Naumann (Hrsg.): Vernichtungskrieg â Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944. 2. Auflage. Hamburger Edition, 1995, S. 104â131.
cite-note-1212. â Wolfgang Curilla: Die deutsche Ordnungspolizei und der Holocaust im Baltikum und WeiĂrussland 1941â1944. SchĂśningh, Paderborn 2006, ISBN 3-506-71787-1, S. 742.
cite-note-1313. â Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in WeiĂrussland 1941 bis 1944. Hamburger Edition, Hamburg 1999, ISBN 3-930908-54-9, S. 901 u. S. 943â948 zum Unternehmen Hornung, S. 902 u. S. 948â951 zum Unternehmen Cottbus, das ca. 20.000 Menschen das Leben kostete; Stefan Klemp: âNicht ermitteltâ. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch. Klartext, Essen 2005, S. 38â42.
cite-note-1414. â Wolfgang Curilla: Die deutsche Ordnungspolizei und der Holocaust im Baltikum und in WeiĂrussland. 1941â1944. SchĂśningh, Paderborn 2006, S. 726.
cite-note-1515. â C. Aubrey Dixon, Otto Heilbrunn: Partisanen. Strategie und Taktik des Guerillakrieges. Frankfurt a. M. / Berlin, Originalausgabe Communist Guerilla Warfare, 1954
cite-note-1616. â Davide Rodogno: Fascismâs European Empire: Italian Occupation During the Second World War. Cambridge. Cambridge University Press 2006, ISBN 978-0-521-84515-1, S. 332 f.
cite-note-1717. â vgl. BGH, Urteil vom 28. April 1955 â 3 StR 603/54
cite-note-1818. â Gerhard Schreiber: Deutsche Kriegsverbrechen in Italien: Täter â Opfer â Strafverfolgung. MĂźnchen, 1996, S. 105.
cite-note-1919. â Artzt, Penner: Geisel- und PartisanentĂśtungen im zweiten Weltkrieg â Hinweise zur rechtlichen Beurteilung. Herausgegeben von der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg, 1968, S. 30 ff., 57 f.
cite-note-2020. â Ingo von MĂźnch: Geschichte vor Gericht. Der Fall Engel. Hamburg 2004, S. 50 ff.
cite-note-2121. â GĂźnter Gribbohm: Selbst mit einer Repressalquote von zehn zu eins? Ăber Recht und Unrecht einer GeiseltĂśtung im Zweiten Weltkrieg. Rechtsgeschichte und Rechtsgeschehen, Kleine Schriften Bd. 6, 2006, S. 29, 32.
cite-note-2222. â Philip W. Blood: Hitler's Bandit Hunters. Pontomac Books, Dulles 2006, ISBN 978-1-59797-021-1, S. 276. (Im Buchtext fälschlich mit 1967 angefĂźhrt; FuĂnote gibt korrektes Jahr an.)
cite-note-2323. â BGH, Beschluss vom 17. Juni 2004 â 5 StR 115/03 Rdnr. 25, 26
cite-note-2424. â BGH, Beschluss vom 17. Juni 2004 â 5 StR 115/03 Rdnr. 31 ff.
cite-note-2525. â BGH, Beschluss vom 25. Oktober 2010 â 1 StR 57/10 IV. 1. b)